Marcel Czeranski · Redaktion
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14. Juni 2026 · 4 Min. Lesezeit
Damit die KI-Sekretärin Ihre Anrufe annehmen kann, muss Ihre Telefonnummer auf den Dienst umgeleitet werden. Nach der Einrichtung erhalten Sie vom Anbieter eine Zielrufnummer, auf die Sie Ihren Anschluss umleiten, sodass eingehende Anrufe bei der digitalen Sekretärin ankommen. Das eigentliche Telefon bleibt Ihres, es ändert sich für den Anrufer nichts, er wählt weiter Ihre gewohnte Nummer. Nur im Hintergrund übernimmt nun die KI, wenn die eingestellten Bedingungen es vorsehen. Dieses Grundprinzip ist bei fast allen Anbietern gleich und schnell umgesetzt.
Sie müssen nicht alle Anrufe umleiten, sondern können gezielt steuern, wann die KI übernimmt. Bei der dauerhaften Umleitung nimmt die digitale Sekretärin grundsätzlich jeden Anruf an. Bei der verzögerten Umleitung springt sie erst ein, wenn nach mehrmaligem Klingeln niemand abhebt, sodass Ihr Team weiter zuerst rangeht. Die Umleitung bei besetzt greift nur, wenn Ihre Leitungen belegt sind, und die zeitgesteuerte Variante schaltet die KI nur außerhalb der Öffnungszeiten frei. So bestimmen Sie genau, welche Rolle die Sekretärin spielen soll.
Die Umleitung selbst richten Sie meist in wenigen Minuten ein. Bei klassischen Anschlüssen genügt oft ein kurzer Tastencode am Telefon, bei modernen Anlagen und VoIP-Systemen stellen Sie die Umleitung bequem im Verwaltungsportal ein. Sie tragen dort die vom Anbieter genannte Zielrufnummer ein und wählen die gewünschte Umleitungsart aus. Manche Anbieter, deren System zugleich Telefonanlage ist, ersparen Ihnen diesen Schritt sogar ganz, weil die KI direkt im eigenen Ökosystem sitzt. In jedem Fall lohnt ein Blick in die Anleitung Ihres Telefonanbieters.
Bei der Rufumleitung gibt es einige typische Fehler, die Sie leicht umgehen. Achten Sie darauf, dass die Umleitung auch wirklich aktiv ist und nicht versehentlich nur für interne Anrufe gilt. Prüfen Sie, ob mehrere gleichzeitige Anrufe korrekt weitergeleitet werden, denn manche älteren Anschlüsse leiten nur einen Anruf zur Zeit um. Denken Sie auch an die Rufnummernanzeige, damit der KI-Dienst die ursprüngliche Anrufernummer erhält und Rückrufe möglich sind. Wer diese Punkte einmal sauber klärt, hat später keine Überraschungen.
Nach der Einrichtung sollten Sie die Umleitung gründlich prüfen. Rufen Sie sich selbst von einem anderen Telefon aus an und kontrollieren Sie, ob die digitale Sekretärin nach der gewünschten Bedingung übernimmt, ob also etwa erst nach mehrmaligem Klingeln oder nur außerhalb der Öffnungszeiten. Testen Sie ruhig mehrere Szenarien, um sicherzugehen, dass die KI genau dann einspringt, wann Sie es wollen. Passen Sie die Umleitungsart an, falls Ihnen die KI zu früh oder zu spät übernimmt. Erst wenn dieser Ablauf sitzt, läuft Ihr KI-Sekretär im Alltag zuverlässig.