Mit Synthflow bauen Teams ihr KI-Sekretariat selbst: Begrüßung, Rückfragen und Übergaben entstehen im No-Code-Editor der Berliner Plattform. Das eröffnet großen Spielraum — vom Empfang bis zur Rückruf-Kampagne — verlangt aber Einarbeitung. Abgerechnet wird rein nutzungsbasiert pro Minute.
Synthflow erreicht 8,4 Punkte und versteht sich als No-Code-Baukasten für die eigene digitale Sekretärin. Statt fertiger Branchenpakete gibt der Berliner Anbieter ein flexibles Werkzeug an die Hand, mit dem sich Gesprächsabläufe selbst zusammenstecken lassen. Das spricht Büros und Agenturen an, die ihre Anrufannahme genau nach eigenen Vorstellungen bauen wollen. Wer dagegen eine schlüsselfertige Lösung erwartet, sollte den Konfigurationsaufwand einkalkulieren.
Richtig eingerichtet nimmt die selbstgebaute digitale Sekretärin Anrufe flexibel und in über 30 Sprachen entgegen. Die Freiheit des Baukastens ist zugleich Stärke und Anforderung: Man muss die Abläufe selbst durchdenken, erhält dafür aber genau den Empfang, den man definiert hat. Für experimentierfreudige Teams ist das reizvoll, für technikferne Büros eher eine Hürde.
Die Oberfläche ist mächtig, aber teils englischsprachig, was die Einarbeitung erschwert. Wer sich einarbeitet, kann sehr individuelle Gesprächslogiken abbilden, die bei fertigen Anbietern so nicht möglich wären. Diese Flexibilität ist der eigentliche Kern des Angebots und rechtfertigt den No-Code-Anspruch.
Beim Preis lohnt genaues Hinsehen, denn Synthflow rechnet reine Voice-Minuten mit etwa 0,08 bis 0,11 US-Dollar ab. Real steigen die Kosten durch BYOK-Zusätze wie ElevenLabs oder ein eigenes Sprachmodell auf rund 0,15 bis 0,37 US-Dollar pro Minute. Diese Zusatzkosten sind auf den ersten Blick nicht sichtbar und sollten unbedingt einkalkuliert werden.
Die früheren festen Abos wurden abgeschafft; Synthflow rechnet heute rein per Pay-per-Use ab und wirbt mit „free to start". Für Großkunden gibt es Enterprise-Angebote ab etwa 30.000 US-Dollar pro Jahr. Das Hosting liegt in der EU, der Firmensitz in Berlin, was die DSGVO-Basis stützt. Wichtig bleibt die ehrliche Einordnung: Das nutzungsbasierte Modell samt BYOK-Zusatzkosten macht die Gesamtkosten weniger planbar als ein Festpreis.
Synthflow passt zu technikaffinen Büros und Agenturen, die ihre digitale Sekretärin selbst und individuell bauen möchten. Die Flexibilität und die vielen Sprachen sind starke Argumente. Wer eine deutschsprachige, schlüsselfertige Lösung mit klarem Festpreis sucht, ist hier jedoch schlechter aufgehoben. Vor dem Start sollte man die reinen Voice-Kosten und die BYOK-Zusätze sauber gegenrechnen.